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Buntes - Anekdoten  - Witziges
aus der Schachwelt- laufend aktualisiert
Super !

 „Die Natur hat uns das Schachbrett gegeben, aus dem wir nicht hinauswirken können noch wollen; sie hat uns die Steine geschnitzt, deren Wert, Bewegung und Vermögen nach und nach bekannt werden; nun ist es an uns, Züge zu tun, von denen wir uns Gewinn versprechen; dies versucht nun jeder auf seine Weise und lässt sich nicht gern dreinreden.“

Johann Wolfgang von Goethe
 

Während eines Turniers in den 20er Jahren wurde der Hamburger Meister Paul Krüger (1871-1939) von einem Reporter des Kreisblattes interviewt.
Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der Schreiber des Blattes keine Ahnung vom Schach hatte,
 diese Gelegenheit ließ Krüger sich nicht entgehen, ihn kräftig zu veräppeln.
Am nächsten Tag lasen die erstaunten Kreisblatt-Abonnenten:

«Die spannendste Partie der gestrigen Runde wurde zwischen dem Hamburger Meister Krüger und unserem Spitzenspieler M. ausgetragen. M. eröffnete als Anziehender diesmal mit den schwarzen Steinen. Der Gast parierte mit der gefürchteten Königstigervariante des Damenspiels und es gelang ihm, den König frühzeitig ins Spiel zu bringen. In einer Serie kraftvoller Züge griff der weiße König die schwarze Dame an, jagte sie über das Schachbrett und lockte sie schließlich in eine tödliche Falle!»

Der tschechische Großmeister Richard Reti gab im Jahr 1925 eine Rekordvorstellung im Blindsimultanspiel.
Er kämpfte gleichzeitig an 29 Brettern. Als Reti nach Beendigung der Partien wegging, ließ er seine Aktentasche liegen.
«Danke!», rief der Großmeister, als man ihm die Tasche zurückgab.
«Was habe ich doch für ein schlechtes Gedächtnis!»

Weisheit eines Fußballspielers-Lukas Podolski



"Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!"

Wie doch die Zeit vergeht
Vor wenigen Jahren feierte der Schachklub Rattenberg sein 50-jähriges Bestehen und den 90er des Ehrenpräsidenten Klaus Baumann mit einem großen Jubiläumsturnier, zu dem sehr viele Spieler aus ganz Tirol kamen.  Kurz vor Beginn der Veranstaltung informierte ein Schachfreund aus dem Nachbarverein den Obmann, dass auch Herr Kramer, der Präsident dieses Klubs, heute Geburtstag hätte, er wäre ein 64er. Und so kam es, dass der Obmann der Rattenberger unter großem Applaus der Anwesenden verkündete, dass an diesem heutigen besonderen Tag auch Präsident Kramer Geburtstag hätte, nämlich seinen 64er, eine Zahl mit besonderer Bedeutung für Schachspieler. Gleich nach der Rede kamen viele der Anwesenden auf  Herrn Kramer zu um freundlich zu gratulieren, wie gut er sich gehalten hätte, man hätte ihn auf 55 geschätzt, aber kaum auf 64. Der Präsident des Nachbarvereins wusste nicht recht wie ihm war, denn es war leider ein kleines Missverständnis: Herr Kramer war 1964 geboren, und somit erst Anfang 40! 

 

die sizilianische Eröffnung
 

Der Einsteller

Savielly Tartakower (1887-1956), promovierter Jurist von Beruf, Schachmeister aus Berufung, gab einst in Wien eine Simultanvorstellung.
Dabei passierte es, dass er einen simplen Figurenverlust übersah. Als er das Malheur überdachte, trat der Kellner heran und servierte seinem Gegner einen Kaffee, den der geistesabwesende Großmeister im Handumdrehen austrank. Sein Kontrahent ärgerte sich so sehr darüber, dass er seinerseits einen Offizier einbüsste.
Zum Verlauf dieser Partie befragt, erklärte Tartakower: "Zuerst stellte ich eine Figur ein, dann mein Gegner einen Kaffee, und dieses Handicap war für ihn zu groß!

Die Entstehung des Schachspiels

Der indische Herrscher Shihram tyrannisierte seine Untertanen und stürzte sein Land in Not und Elend. Um die Aufmerksamkeit des Königs auf seine Fehler zu lenken, ohne seinen Zorn zu entfachen, schuf Dahers Sohn, der weise Brahmane Sissa, ein Spiel, in dem der König als wichtigste Figur ohne Hilfe anderer Figuren und Bauern nichts ausrichten kann. Der Unterricht im Schachspiel machte auf Shihram einen starken Eindruck. Er wurde milder und ließ das Schachspiel verbreiten, damit alle davon Kenntnis nähmen. Um sich für die anschauliche Lehre von Lebensweisheit und zugleich Unterhaltung zu bedanken, gewährte er dem Brahmanen einen freien Wunsch. Dieser wünschte sich Weizenkörner: Auf das erste Feld eines Schachbretts wollte er ein Korn, auf das zweite Feld das doppelte, also zwei, auf das dritte wiederum die doppelte Menge, also vier und so weiter. Der König lachte und war gleichzeitig erbost über die vermeintliche Bescheidenheit des Brahmanen.
Als sich Shihram einige Tage später erkundigte, ob Sissa seine Belohnung in Empfang genommen habe, musste er hören, dass die Rechenmeister die Menge der Weizenkörner noch nicht berechnet hätten. Der Vorsteher der Kornkammer meldete nach mehreren Tagen ununterbrochener Arbeit, dass er diese Menge Getreidekörner im ganzen Reich nicht aufbringen könne. Auf allen Feldern eines Schachbretts zusammen wären es 264-1 oder 18.446.744.073.709.551.615 Weizenkörner. Nun stellte er sich die Frage, wie das Versprechen eingelöst werden könne. Der Rechenmeister half dem Herrscher aus der Verlegenheit, indem er ihm empfahl, er solle Sissa ibn Dahir ganz einfach das Getreide Korn für Korn zählen lassen.

Josef II in Paris

Unter dem Namen Graf von Falkenstein weilte der reformfreundliche Kaiser Josef II in Paris und besuchte auch das berühmte Cafe de la Regence, um eine Partie Schach zu spielen. Bald kam eine Partie zustande, und nach langem Kampf verlor Josef II, nicht ohne sofort um eine Revanche zu bitten. „An jedem anderen Tage mit Vergnügen", sagte der Franzose, „aber für heute müssen sie mich entschuldigen. Es ist Zeit in die Oper zu gehen; denn ich wünsche dort den Kaiser von Österreich zu sehen." „Was sehen Sie an dem", entgegnete Josef II, „er ist ein Mensch wie wir alle." „Dem muss ich widersprechen. Er ist ein großer Mann, und ich will ihn sehen." „Wenn dem so ist, mein Herr", schloss Josef II und stellte die Figuren zu einer neuen Partie auf, „so können Sie mir ruhig Revanche geben. Sie sehen den Kaiser vor sich."


 

Bitte nicht stören!

  In einer Kleinstadt betritt ein Handelsvertreter eine Zoohandlung, findet jedoch außer zwei Kunden niemand vor und begibt sich deshalb nach hinten ins Büro. Dort entdeckt er den Inhaber, wie er gerade mit einem Bekannten eine Partie Schach spielt. „Guten Tag, Herr Kramer, zwei Kunden sind im Laden!" Doch Herr Kramer ließ sich nicht stören. Er nickte nur mit dem Kopf und meinte: „Nur schön ruhig bleiben, dann werden sie schon wieder weggehen!"


 

Eine starke Drohung

  Der unvergessliche Nimzowitsch war nicht nur ein fanatischer Nichtraucher, sondern es störte ihn auch offensichtlich, wenn sei Gegner rauchte. Er bemühte sich daher oft, diesen zu veranlassen, in seiner Partie mit ihm das Rauchen zu unterlassen. So hatte ihm eines Tages Vidmar zugesagt, bei der am nächsten Tage mit ihm stattfindenden wichtigen Partie nicht zu rauchen. Aber wie es so geht, Vidmar hatte dies anscheinend vergessen; denn als er in schwieriger Stellung am Zuge war und angestrengt nachdachte, nahm er gemütlich seinen Tabaksbeutel nebst Pfeife aus der Tasche, fing an, die Pfeife zu stopfen, legte das Feuerzeug parat und traf jedenfalls einige für Nimzowitsch höchst verdächtige Anstalten. Damals bestand die Turnierbestimmung, das für solche Fälle die Turnierleitung zuständig war, die allein darüber zu bestimmen hatte. Aufgeregt begab sich also unser guter Nimzowitsch zum Turnierleiter, klagte diesem sein Leid, und beide begaben sich zum Kampfplatz. Inzwischen hatte Vidmar zwar alle seine Rauchvorbereitungen beendet, das Feuerzeug war aber noch nicht in Aktion getreten. „Was wollen sie denn“, flüsterte daraufhin der Turnierleiter zu Nimzowitsch, „er raucht doch gar nicht!“ „Ja, aber er droht zu rauchen – und wie Sie wissen, ist die Drohung oft stärker als die Ausführung!“
 

Schachklub gegen Irrenhaus 

Wiederholt haben schon Schachkämpfe zwischen der Mannschaft eines Schachvereins und der eines Irrenhauses (Ärzte und Insassen) stattgefunden, wobei nicht immer der Schachverein siegreich hervorging. Bei einem solchen Wettkampf schlug ein Mitglied des Schachvereins einen Bauern en passant. Der Gegner stutzte und fragte, was das bedeuten solle. Daraufhin wurde ihm das erklärt. Doch er traute der Sache nicht und sagte: “En passant! En passant! Nee, nee! Es mag sein, das wir alle hier etwas verrückt sind, aber so verrückt sind wir auch wieder nicht. Stellen sie sofort den Bauern wieder hin!“

Selbstbewußtsein
 

Während eines Wettkampfes wurde Steinitz einmal gefragt, wie er denn seine Chance sehe, dieses Turnier zu gewinnen.

Gesagt haben soll er:”Ich habe die besten Aussichten, den ersten Preis zu gewinnen - den jeder muß gegen Steinitz spielen, nur ich nicht!”

Eben deswegen

Der Weltmeister Dr. Aljechin betrat auf einem Spaziergang in Paris ein kleines Café, um eine Erfrischung einzunehmen. Im selben Raum wurde auch Schach gespielt. Aljechin sah manchmal hinüber und wurde schließlich von einem Herrn aufgefordert, mit ihm eine Partie zu spielen. Aljechin nahm an, und die Herren setzten sich an einem Schachtisch nieder und stellten die Figuren auf. „Ich gebe ihnen einen Turm vor“, meinte Aljechin. „Aber wieso denn“, entgegnete leicht entrüstet sein Partner, Sie kennen mich doch überhaupt nicht!“ „Eben deswegen!“ war die Antwort Aljechins.

 

Die 3 Klassen

Philidor, der größte Schachmeister des 18. Jahrhunderts, gab König Ludwig XVI. Unterricht im Schachspiel. Nach wenigen Monaten wollte der königliche Schüler wissen, wie er denn nun bereits spiele. Philidor, nicht nur Stratege auf dem Schachbrett, sondern auch Diplomat im Leben, gab zur Antwort: „Sire, es gibt 3 Klassen von  Schachspielern: Solche, die gar nicht, solche, die schlecht und solche die gut spielen. Eure Majestät haben sich bereits zur zweiten Klasse emporgeschwungen.“

Schachspieler-Schreie alarmierten Polizei

Mainz. – Wütende Schreie und die Drohung: „Du kommst hier nicht raus!“ aus einer Wohnung führten im deutschen Baden-Württemberg zu einem Politeieinsatz. Beim Sturm der Wohnung fanden die Beamten aber nur einen völlig in seinem erbitterten Kampf gegen den Computer versunkenen Schachspieler vor. Der 60-Jährige musste versprechen, künftig leiser Online-Schach zu spielen…

u. a. Kronenzeitung vom 4. Juli 2012

„Meine schönsten und Stunden verdanke ich dem Schach“, bekennt Meiers Frau vor einer Freundin. „Warum denn?“ fragt die Freundin erstaunt, „spielst du denn oft Schach?“ „Ich nicht, aber mein Mann!“


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